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18. November bis 17. Dezember

Irmgard Weber - LAMINIERTE ZEIT

©Diederich/Nölle/Weber

Ausschnitt aus der Rede von Birgit Weindl anlässlich der Eröffnung „Laminierte Zeit“  im Palais Walderdorff am 18.11.2022

 

„In ihrer Malerei tanzt das Grün. Es erhält Raum, breitet sich aus und kann voll zur Geltung kommen. Dabei steht es keineswegs allein, sondern sammelt die anderen Farben um sich. Es hält sich auch nicht verschämt im Hintergrund oder ist gar spannungslos und langweilig. Grün tritt in vielerlei Nuancen auf, bewegt sich mal auf das warme gelb zu, dann auf das kühle blau es kommt zum Leuchten neben seiner Komplementärfarbe oder geht ganz neue Farbbeziehungen ein: mattes grau - blau trifft auf türkis, rosa, violett und gelbgrün leuchtet es aus den anderen Farben heraus.

Irmgard Weber spielt in ihren Bildräumen meisterlich mit der ganzen Farbpalette. Nicht nur das grüne Farbspektrum balanciert sie aus in seinen Extremen, seinen Mischungen und Kontrasten.

Irmgard Webers Farbauftrag wirkt emotionsgeladen und voller Energie. Aber bloße Dynamik zu zeigen, ist nicht ihr Anliegen. Ihre Malerei bildet auch Natur nicht eins zu eins ab, sondern abstrahiert das Gesehene und transformiert Landschaft und Atmosphäre in Farbflächen und Farbkompositionen, die diesen ursprünglichen Eindruck wiedergeben.

 

Zeichnungen

So dokumentierte sie in ihrer gewohnten zeichnerischen Herangehensweise den Verlauf der Pandemie in einer Art Tagebuch. Das ist für Irmgard Weber nicht ungewöhnlich, Zeichnungen begleiten sie schon immer in ihrem künstlerischen Schaffen. Durch die Zeichnungen während der ersten Pandemie beobachtete sie was vor sich ging: Entwicklungen und Erkenntnisse, neue Bestimmungen und Schreckensmeldungen. Und wenn wir bei den Zeichnungen genau hinsehen, werden wir vieles, das wir erlebt haben, sehen und erinnern“

 

Birgit Weindl, Kaiserslautern