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6. Mai bis 11. Juni

Miriam Zadil - TWINMOLD

© M. Zadil / Diederich

Miriam Zadil ist fasziniert von der ausdrucksstarken Kraft von Gedichten und Texten z.B. einer Sylvia Plath, Hannah Ahrendt und in letzter Zeit vor allem der griechischen Mythologie. Dies ist ein ungewöhnlicher, ganz eigener Ausgangspunkt für zeitgemäße, künstlerische Bildfindung. Vor dem Hintergrund von aktuellen Kriegen, die das Grausamste im Menschen hervorbringen können, sind die Arbeiten von Miriam Zadil von einer erschreckenden Aktualität. Doch mit der Transformation von inhaltlich brutalen Szenen der antiken Mythologie in die Bildende Kunst, öffnet die Künstlerin für die Betrachter emotionale Auswege.

Die Künstlerin setzt Schlüsselszenen der Tragödien als farbige Stickarbeiten und in einem surrealen Kontext um. Das materialbetonte Medium der Stickerei wurde in den letzten Jahrhunderten eher im kunsthandwerklichen und folkloristischen Zusammenhang verwendet. Doch knüpft Miram Zadil im archaischen Stil ihrer Figuren eher an koptische und außereuropäische Traditionen an „versetzt sie spielerisch mit aktuellen Bezügen und schafft auf diese Weise ihre ganz eigene Sprache, skurril, bunt und sehr poetisch“ (carolynheinz.de/artist/miriam-zadil/). Diese mehrfach gebrochene, gekonnte Verfremdung von Themen und des Materials, machen die Werke so faszinierend ungewöhnlich, phantasievoll überdreht, wichtig und zeitgenössisch.

 

Miriam Zadil, 1973 in Trier geboren, lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Seit 2003 stellt sie in Europa, den USA und Asien aus.

Dr. Gabriele Lohberg


AUSSTELLUNG UND SOMMERFEST

18. Juni bis 23. Juli

Vernissage und anschließendes Sommerfest:  Samstag, 18.6. 18 Uhr

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